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Anlässlich der EU Code Week wurde im Fablab der Themenkomplex Kryptogeld an den Beispielen Bitcoin und Ethereum besprochen. Beide haben in den letzten Jahren große Wellen geschlagen und zu zahlreichen Innovationen in der Finanztechnologie (kurz FinTech) geführt.

Dabei geht es um einen ganz alltäglichen Vorgang, nämlich den des Überweisens von Geld. Anders als etwa im Alltag, wo wir Überweisungen über die Bank regeln, wird im Falle einer Cryptowährung keine Bank benötigt – der Vorgang läuft dezentral ab. Dennoch sollen Überweisungen zügig, sicher, günstiger und genauso einfach abgewickelt werden können, wie bei der Bank.

Natürlich könnte man hier bereits loslegen, Bitcoin nutzen und darauf vertrauen, dass es irgendwie seine gegebenen Versprechen (schneller, günstiger, ohne Bank) einhält. Spannender ist natürlich herauszufinden, wie dies funktionieren soll. Nanu führte hierzu mit einem Vortrag in die technische Funktionsweise von Bitcoin ein.

Dabei entsponn sich bereits während des Vortrags eine rege Diskussion. Fragen wurden sofort und ausführlich beantwortet. Sicherlich haben wir uns nicht immer an den roten Faden gehalten, aber der Erkenntnisgewinn war enorm. So mäanderten wir durch die Kryptologie (asymmetrische Verschlüsselung, Streuwerte), Informatik (die Blockkette als Datenbank und unendliches Transaktionslogbuch), Mathematik (Einwegfunktionen, Netztopologien) und Wirtschaftswissenschaften (Wertanlage, Spekulation, intrinsischer Wert von Bitcoin).

Ebenso ging es im zweiten Teil um Ethereum weiter. Darüber können nicht nur sogenannte Ether, sondern auch beliebige andere Währungen den Besitzer wechseln. Man kann hier die Idee sogar noch weiterspinnen und die Transaktion von eigenen Marken (engl. token) über Ethereum abwickeln. Eine Idee wäre etwa, Engagement für das Fablab (Aufräumen der Werkstatt, Abwaschen usw.) mit eigenen Marken zu entlohnen, wobei die Transaktion dezentral über Ethereum geschähe. Die Verträge hierfür wären als Programm unmanipulierbar in der Blockkette hinterlegt. Dieses Szenario haben wir auch einmal in einem Testnetz durchgespielt.

Rückblickend lässt sich sagen, dass wir eine erkenntnisreiche Diskussion in angenehmer Runde hatten und viele bis dato ungekannte Zusammenhänge anschaulich dargestellt bekamen. Gewiss wird sich im Nachgang auch noch die eine oder andere Frage für diesen großen Themenkomplex ergeben, aber insgesamt war es eine gelungene Einführung.

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